
Thyreotropin / TSH
Thyreotropin basal, TSH basal
[TSH]
Referenzbereich
| Säuglinge < 6 Tage: |
0,70 - 15,2 µIU/ml |
| Säuglinge 6 Tage bis 3 Monate: |
0,72 - 11,0 µIU/ml |
| Kleinkinder 4 bis 12 Monate: |
0,73 - 8,35 µIU/ml |
| Kinder 1 bis 6 Jahre: |
0,70 - 5,97 µIU/ml |
| Kinder 7 - 11 Jahre: |
0,60 - 4,84 µIU/ml |
| Jugendliche 12 - 17 Jahre: |
0,51 - 4,30 µIU/ml |
| Erwachsene: |
0,27 - 2,50 µIU/ml |
- Bei fehlender Altersangabe erfolgt keine Klassifizierung und keine Ausgabe der Referenzbereiche.
Material
Methodik
- ElektroChemiLumineszenzImmunoAssay (ECLIA)
Physiologie / klinische Bedeutung
Die sensitive TSH-Bestimmungsmethode erlaubt die Abgrenzung zur Über- und zur Unterfunktion der Schilddrüse. Die Sekretion des TSH wird durch die peripheren Schilddrüsenhormone reguliert und ist ein integrierender Parameter der eigentlichen Wirkung der Schilddrüsenhormone im Körper.
Die basale TSH-Konzentration ist ein wichtiger Parameter zur Bestimmung der Schilddrüsenfunktion in der Schwangerschaft. Während basale TSH-Konzentrationen zwischen 0,27 und 4,20 mIU/l eine manifeste Funktionsstörung ausschließen, ist in den Übergangsbereichen die Durchführung einer TRH-Stimulation zum Nachweis bzw. Ausschluss einer latenten Funktionsstörung notwendig (TRH-Test). Bei der sehr selten vorkommenden generalisierten Schilddrüsenhormonresistenz ist neben hohen fT3- und fT4-Konzentrationen das basale TSH deutlich erhöht. Auch bei Hyperthyreosen, bedingt durch einen TSH-produzierenden Hypophysentumor, ist die TSH-Konzentration erhöht.
| Hypothyreose, primär |
| TSH-produzierender Hypophysentumor |
| Hyperthyreose, primär |
| Levothyroxintherapie |
| Hypothyreose, sekundär |
Liegt das Ergebnis der isolierten basalen TSH-Bestimmung im Graubereich 2,51 - 4,20 mIU/l, ist die zuzätzliche Bestimmung der peripheren Schilddrüsenhormone FT3 und FT4 zum Ausschluss einer subklinischen Hypothyreose zu empfehlen.
Methodische und patientenbezogene Angaben
Die Gesamtbeurteilung sollte gemeinsam mit der fT3- und fT4-Bestimmung erfolgen. Gegebenenfalls sollte auch ein TSH-Stimulationstest durchgeführt werden.
Blutentnahme mit Serum-Monovette bzw. Serum-Vacutainer. Nach Abschluss der Gerinnung Serum abpipettieren, in ein steriles Probengefäß überführen und ins Labor senden.
Bei Patienten unter Therapie mit hohen Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag) sollte die Probenentnahme mindestestens 8 Stunden nach der letzten Applikation erfolgen.
In seltenen Einzelfällen können Störungen durch extrem hohe Titer von Antikörpern gegen Streptavidin sowie Ruthenium auftreten. Der TSH-Test enthält Zusätze, die diese Einflüsse minimieren.
Wie bei allen Tests, die monoklonale Maus-Antikörper beinhalten, können Proben von Patienten, die mit monoklonalen Maus-Antikörpern therapiert wurden oder diese aus diagnostischen Gründen erhalten haben, falsche Ergebnisse aufweisen.
Akkreditierung/Fremdleistung
A
Ansatzzeiten
2 /Tag