Labor Präanalytik

Endokrinologikum
Labore Hamburg

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Präanalytik

Die Sicherheit über die Aussagekraft der einzelnen Analysen ist für den behandelnden Arzt von größter Bedeutung. Die Laborergebnisse sind die Basis für eine Therapie und tragen entscheidend zu deren Verlauf und Erfolg bei.

Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, sind schon vor der Probennahme einige wichtige Kriterien zu erfüllen:

  • Auswahl des optimalen Probenmaterials
  • Beachtung der Abnahmebedingungen (z. B. Abnahmesystem, Tageszeit, Störfaktoren)
  • Eventuell notwendige Aufbereitung von Körperflüssigkeiten (z. B. Plasma, Urin)
  • Berücksichtigung von längeren Transportzeiten (z. B. Kalium, Wochenende)

Das Ergebnis einer Laborbestimmung wurde früher im Verhältnis zum so genannten „Normalbereich“ beurteilt. Inzwischen ist dieser Begriff durch den „Referenzbereich“ ersetzt. Es wird damit zum Ausdruck gebracht, dass es sich primär um einen statistischen Bereich handelt, der an einem Stichprobenkollektiv „Gesunder“ gewonnen wurde. Durch alleinigen Vergleich eines individuellen Analysenwertes mit dem Referenzbereich lässt sich keine Aussage über „gesund“ oder „krank“ machen. Hierzu sind vielmehr die Summe aller vorliegenden Labordaten, klinische Befunde und eventuelle Einflüsse bzw. Störfaktoren (Rhythmen, Medikamente usw.) zu berücksichtigen. Weiterhin sollte bei der Beurteilung eines Ergebnisses immer die Spezifität und Sensitivität des Analysenverfahrens berücksichtigt werden.

Welches Probenmaterial für eine Untersuchung notwendig ist, hängt von der jeweiligen Untersuchungsmethode und der Stabilität des zu analysierenden Parameters ab. Bitte beachten Sie dazu die entsprechenden Hinweise zu den einzelnen Verfahren.

Probennahme, Material und Versand

Blut sollte bis auf Ausnahmen (z. B. Funktionstests) möglichst vormittags vom Patienten entnommen werden. Bitte berücksichtigen Sie, dass in besonderen Fällen die Blutentnahme am nüchternen Patienten erfolgen muss. Für die Gewinnung anderer Probenmaterialien beachten Sie bitte die entsprechenden Hinweise zu den einzelnen Verfahren oder fragen Sie in unserem Labor (Kundenbetreuung) nach.

Wesentlichen Anteil an einer aussagekräftigen medizinischen Befunderstellung hat neben der Analytik im engeren Sinne u. a. auch die sogenannte präanalytische Phase, die vor allem aus Patientenvorbereitung, Probennahme und Probentransport sowie der Probenvorbereitung im Labor besteht. Fehler und Versäumnisse können hier im ungünstigsten Fall zu Proben- und/oder Analytikverfälschung führen, die einen Ausschluss des Probenmaterials von der korrekt durchgeführten Analytik bedeuten können. Als Beispiel kann der Versand von Vollblut bei extrem niedrigen oder extrem hohen Temperaturen gesehen werden, da durch Hämolyse freigesetztes Hämoglobin in vielen Testsystemen zu unkorrekten Ergebnissen führt. Falls eine eingegangene Probe in unserem Labor nicht zur Analyse freigegeben werden kann, benachrichtigen wir Sie umgehend.

Die Auswahl des geeigneten Probennahmebesteckes ist von der Art der durchzuführenden Untersuchungen abhängig. Auch spielen die Art und Dauer des Probentransportes eine wichtige Rolle, da viele Analyte im Vollblut bei z. B. sommerlichen Umgebungs- bzw. Transporttemperaturen nur bedingt stabil sind; hier ist der Versand von Serum vorzuziehen. Dies gilt allerdings nicht für Untersuchungen, bei denen Vollblut als Material erforderlich ist.

Eine eindeutige Identifizierung bzw. Zuordnung von Probe und Auftrag sind wichtig und garantieren eine schnelle Abarbeitung im Labor und zuverlässige medizinische Befunde. In jedem Fall sollte das Serum bzw. Plasma mit der Art des Materials beschriftet oder mit den entsprechenden Barcode-Etiketten versehen werden, da die Unterschiede äußerlich nicht erkennbar sind.

Proben mit Antikoagulantien (EDTA, Citrat, Heparin, NaF etc.) müssen nach der Entnahme sofort „über Kopf“ gekippt werden, damit sich der Zusatzstoff mit dem Blut vermischen kann. Sehr wichtig für die Gewinnung von Plasma ist die Zentrifugation unmittelbar nach der Blutentnahme. Diese Proben dürfen allerdings nur dann zentrifugiert werden, wenn dies zur Plasmagewinnung erforderlich ist (bitte Hinweise bei den einzelnen Parametern beachten).

Für das Einsenden von tief gefrorenem Probenmaterial stellen wir Ihnen Spezialbehälter (Kühlboxen) zur Verfügung. Der darin enthaltene Kühlakku wird ebenso wie die Probe vor dem Versand tief gefroren (- 20 °C) und für den Transport in unser Labor in den Styroporbehälter gegeben, so dass eine geschlossene Kühlkette sichergestellt ist. Der Postversand dieser Kühlboxen ist möglich, sollte jedoch nicht an Freitagen und vor Feiertagen erfolgen. Das Einfrieren und der Gefrierversand sollte nur dann erfolgen, wenn dies bei den Parameterbeschreibungen angegeben ist. Das Einfrieren von Serum- und Plasmaproben ist in der Regel unkritisch. Vollblut, EDTA-Blut und Heparin-Blut sind immer bei Raumtemparatur aufzubewahren und zu versenden.

Folgendes sollten Sie zu den einzelnen Abnahmearten, bei denen prinzipiell zwischen zwei verschiedenen Abnahmesystemen unterschieden wird, wissen:

Materialfarben Abnahmesysteme 

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