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Musterbefund post-pill-Amenorrhoe

Patient: Musterfrau, Franziska - Geb.-Datum: 05.06.1987 - Geschlecht: weibl.
Blutentnahme: 03.02.XXXX - Probeneingang: 04.02.XXXX 08:00
Labor-Nr.: 1622539545

Untersuchung                


   Ergebnis

Methode

Referenzbereich

Dimension 

Material: Serum

Klinische Angaben
   24-jährige Patientin - post-pill-Amenorrhoe - Vorbefund liegt vor

Body Mass Index         

18.0                             

     

kg/qm    

   Bewertung nach der Klassifikation der WHO (2000): Untergewicht

Größe

178.0    

       

cm          

Gewicht

 

57.0

 

kg

ENDOKRINOLOGIE

TSH

 

1.80

ECLIA

0.27-2.50 

µIU/ml

DHEA-Sulfat

2.8

CLIA

0.4-4.3

µg/ml

Estradiol

18.0

ECLIA

pg/ml

FSH

33.6

ECLIA

mIE/ml

LH

24.0

ECLIA

mIE/ml

Prolaktin

+

25.4

ECLIA

4.8-23.3

ng/ml

Anti-Müller-Hormon

<0.08

ELISA

ng/ml

Testosteron, ges.

 

0.42

ECLIA

0.03-0.48

ng/ml

Beurteilung:
Die Analyse erfolgt bei der 24-jährigen Patientin zur Abklärung einer post-pill-Amenorrhoe. Bereits im Vorbefund ergab sich das Bild einer hypergonadotropen Ovarialinsuffizienz. Die aktuelle Analyse zeigt einen normalen TSH-Wert. Damit ist von einer Euthyreose auszugehen.
Es finden sich ebenso Normwerte für DHEA-Sulfat und Testosteron. Somit ergibt sich kein Anhaltspunkt für eine adrenale oder ovarielle Hyperandrogenämie. Der Estradiolwert ist deutlich erniedrigt. Die Serumkonzentrationen für FSH und LH sind signifikant erhöht. Der Prolaktinspiegel ist geringfügig oberhalb des Referenzbereiches angesiedelt. Der AMH-Wert liegt unterhalb des Messbereiches.
Aus dem aktuellen Befund ergibt sich unter Berücksichtigung des Vorbefundes die Diagnose eines Climacterium praecox.
Die häufigsten Ursachen einer prämaturen ovariellen Insuffizienz sind:
1. idiopathisch
2. chromosomale Aberrationen, insbesondere bei jungen Frauen mit diagnostizierter prämaturer ovarieller Insuffizienz
3. Verlust des Keimgewebes infolge operativer Eingriffe, Virusinfektionen oder Chemo-/Radiotherapie
4. im Rahmen von Autoimmunerkrankungen (in 30 % bei diagnostizierter prämaturer ovarieller Insuffizienz)
Es besteht eine Konzeptionschance von 5 % durch noch intermittierend auftretende Follikelreifungen.

Empfehlung:
Es empfiehlt sich der Ausschluss chromosomaler Aberrationen (5 - 7,5 ml Heparinblut, Heparinmonovette). Zum Ausschluss von Begleitendokrinopathien sollte alle drei Jahre eine Kontrolle von TSH, Nüchternblutzucker und Cortisol erfolgen.
Eine Hormonsubstitution in Form eines HT-Präparates oder eines kombinierten, hormonalen Kontrazeptivums sollte langfristig erfolgen, wenn keine Kontraindikationen bestehen. Wir empfehlen, die Patientin auch in einem Kinderwunschzentrum vorzustellen, um sie über die denkbaren Optionen zur Erfüllung des Kinderwunsches beraten zu lassen. Grundsätzlich sollte diesbezüglich auch die Möglichkeit einer Therapie im heterologen System angesprochen werden.

Die klinische Befundung erfolgte durch Prof. Dr. med. M. Musterendo.

   Endbefund vom 05.02.XXXX 17:25