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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis)

Der M. Bechterew ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule und der wirbelsäulennahen Gelenke (wie das Kreuzdarmbein-Gelenk). Es können aber auch andere Gelenke entzündet sein, wie z. B. Knie- oder Sprunggelenke oder typischerweise auch die Sehnenansätze (Enthesitis). In 20 - 40 % kommt es zu einer akuten Regenbogenhautentzündung am Auge (Uveitis anterior, Iritis).

Der Morbus Bechterew gehört zu der Gruppe der Spondyloarthritiden. Die Spondyloarthritiden können mit einer Psoriasis oder einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung assoziiert sein. Die Frühform des Morbus Bechterew wird als axiale Spondyloarthritis ohne Röntgenveränderungen bezeichnet. Männer sind etwas häufiger als Frauen von M. Bechterew betroffen; bei den Frühformen ist das Geschlechterverhältnis jedoch ausgewogen. Die durchschnittliche Zeit zwischen Beschwerdebeginn und Diagnosestellung eines M. Bechterew beträgt immer noch ca. 7 Jahre, mittels MRT-Untersuchung lässt sich eine Frühform einer axialen Spondyloarthritis jedoch viel früher diagnostizieren und behandeln.

Die Frühformen können durchaus mild verlaufen und gehen nicht automatisch in einen M. Bechterew über. Diagnostisch wichtig ist beim M. Bechterew und anderen Spondyloarthritiden die Bestimmung des HLA-B27-Gens, das viele Patienten tragen. Ein positiver Gentest allein macht aber noch keine Diagnose! Für die korrekte Diagnose müssen typische Symptome und auch Hinweise in der Bildgebung hinzukommen.

Die Behandlung des M. Bechterew und der Frühformen ist gut untersucht, international standardisiert und richtet sich stark nach den aktuellen Beschwerden und dem Ausmaß der Entzündung. Neben wirksamen Medikamenten hat die Bewegungstherapie (z. B. Krankengymnastik und dann Eigenübungen, Funktionstraining) einen besonderen Stellenwert beim M. Bechterew und den anderen axialen Spondyloarthritiden.

Röntgenbild des Beckens mit typischen Zeichen der Sakroiliitis (Skerosierungen, Erosionen, partielle Ankylosen) beidseits bei einer ankylosierenden Spondylitis (M. Bechterew).
Im MRT kann eine Sacroiliitis gut nachgewiesen werden. Hier ein Beispiel einer Patientin mit einer rechtsbetonten akuten (floriden) Sacroiliitis bei Spondyloarthritis.

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