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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Fetale Echokardiografie

Fetale Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des fetalen Herzens)

Bei einigen wenigen Kindern wird bereits vorgeburtlich ein Herzfehler oder eine Herzerkrankung erkannt. Statistisch gesehen, werden von 1.000 Kindern ca. 6-8 Kinder mit einem Herzfehler geboren. Die meisten Herzfehler werden jedoch zufällig entdeckt, ohne dass besondere Risiken vorliegen.

Das Ziel der Ultraschalluntersuchung des fetalen Herzens ist der weitest mögliche Ausschluss von angeborenen Herzfehlern. Die Voraussetzung hierfür sind eine spezielle Ausbildung und Erfahrung des Arztes in Verbindung mit der hohen Qualität des Ultraschallgerätes.

 

Eine exakte Diagnose im Falle eines auffälligen Befundes erlaubt eine frühzeitige Beratung mit Kinderkardiologen und Herzchirurgen, um eine optimale Betreuung des Kindes vor und nach der Geburt zu gewährleisten. Häufig wird die Entbindung in solchen Fällen in sogenannten Perinatalzentren mit entsprechenden Spezialisten geplant.

Wann wird die Untersuchung durchgeführt?

Prinzipiell kann man das fetale Herz jenseits der 12.-13. SSW untersuchen. Es können dann etwa 50-60% der schweren Herzfehler erkannt werden. Allerdings ist zu diesem frühen Zeitpunkt die Zuverlässigkeit der Untersuchung wegen der geringen Größe des fetalen Herzens eingeschränkt, sodass meist zu einer nochmaligen Untersuchung geraten wird. Als günstigsten Untersuchungszeitpunkt wird die 20.-22. SSW empfohlen, in diesem Zeitpunkt können speziell ausgebildete Untersucher nahezu 80% aller Herzfehler erkennen. Selbstverständlich kann diese Untersuchung bei Verdacht auf einen fetalen Herzfehler, einer Herzrhythmusstörung oder Nachweis einer anderen Entwicklungsstörung in jedem Schwangerschaftsalter erfolgen.

Die Untersuchung sollte in jedem Fall erfolgen bei:

  • erhöhter Nackentransparenz in der Frühschwangerschaft (1. Trimester Screening)
  • Herzfehler in der Familie (Eltern, Geschwister)
  • Mütterliche Erkrankung wie z.B. Diabetes mellitus, Kollagenose,  Phenylketonurie, etc.
  • Infektion der Mutter (Röteln, Cytomegalie, Parvovirus B19/Ringelröteln, Coxsackie, etc.)
  • Auffälliges CTG, Verdacht auf Herzrhythmusstörungen
  • Einnahme von Medikamenten (Antikonvulsiva/Antiepileptika, Lithium, Retionoide, etc.)

Diese Gründe werden in der Regel durch die Krankenkasse für eine Kostenübernahme akzeptiert. Auch auf Wunsch der Eltern ist eine solche Untersuchung möglich, dann jedoch als IGeL-Leistung (Individuelle GesundheitsLeistung).

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