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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Eileiterverschluss

Eine regelrechte Funktion beider Eileiter ist eine wichtige Voraussetzung für den Eintritt einer Schwangerschaft. Störungen der Eileiterfunktion kommen vor allem durch Infektionen zustande.

Eine der häufigsten Infektionen entsteht durch die sogenannten Chlamydien. Hierbei handelt es sich um Krankheitserreger, die ausschließlich beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Nicht in allen Fällen führt eine Chlamydien-Infektion jedoch zu einer Störung der Eileiterfunktion.

Untersucht man Frauen im reproduktionsfähigen Alter, so lassen sich bei etwa 15 % aller Frauen Chlamydien-Antikörper im Blut nachweisen. Dies deutet darauf hin, dass sie irgendwann einmal im Leben eine Chlamydien-Infektion hatten. Bei Frauen, die sich mit unerfülltem Kinderwunsch in einer Spezialsprechstunde vorstellen, liegt der Anteil „chlamydienpositiver Frauen“ sogar bei etwa 20%.

Wird im Rahmen der Diagnostik eine akute Chlamydien-Infektion nachgewiesen, so kann eine antibiotische Behandlung durchgeführt werden, die dann Folgeschäden - z. B. den Eileiterverschluss - verhindert. Bei einer chronischen Infektion bzw. einer Infektion, die sich vor Monaten oder Jahren abgespielt hat, nützt eine antibiotische Behandlung natürlich nichts mehr, dadurch kann der am Eileiter entstandene Schaden nicht repariert werden.

Früher hat man bei verklebten oder verschlossenen Eileitern mit Hilfe chirurgischer Maßnahmen versucht, die Eileiterpassage wieder herzustellen. Die Erfolgsraten bei diesem Vorgehen waren aber denkbar gering, sodass man heute im Falle eines Eileiterverschlusses die Anwendung der Reagenzglasbefruchtung (In-Vitro-Fertilisation) empfiehlt und auf chirurgischen Maßnahmen weitgehend verzichtet.

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