Praxis - Diagnostik - Wissenschaft. Gemeinsam bewirken wir mehr.

endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Blastozystenselektion

Die Entwicklung des menschlichen Embryos vollzieht sich in mehreren Schritten. So kommt es schon unmittelbar nach der Befruchtung zu den ersten Zellteilungen und es entwickelt sich ein Zweizell- Vierzell-  und schließlich ein Achtzell-Embryo. Nach 4-5 Tagen erreicht der Embryo das Entwicklungsstadium, das Mediziner als „Blastozyste“ bezeichnen. In diesem Entwicklungsstadium nistet sich der Embryo typischerweise in die Gebärmutterschleimhaut ein. Vor einigen Jahren wurde zur Verbesserung der Erfolgsraten der künstlichen Befruchtungen die sogenannte Blastozystenselektion empfohlen. Das Grundprinzip besteht darin, befruchtete Eizellen bis zum 5. Tag ihrer Entwicklung im Brutschrank aufzubewahren und erst zu diesem Zeitpunkt die am besten entwickelten Embryonen in die Gebärmutter einzusetzen. Anfangs war man sehr euphorisch und glaubte, durch dieses Vorgehen eine dramatische Verbesserung der Schwangerschaftsrate erzielen zu können, bis sich dann herausstellte, dass viele Embryonen durch die lange Zeit im Brutschrank abstarben und dass offensichtlich auch die Embryonen, die die 5-tägige Zeit im Brutschrank überstanden, sich eben nicht in allen Fällen einnisteten, und damit der Blastozystentransfer allenfalls zu einer mäßiggradigen Verbesserung der Schwangerschaftsraten führte.

Nach wie vor ist es bei dem jetzt geltenden Embryonenschutzgesetz in Deutschland schwierig, unbegrenzt viele Embryonen über 5 Tage im Brutschrank aufzubewahren, um dann die Besten zum Einsetzen in die Gebärmutter auszuwählen. Daher wird in Deutschland dieses Vorgehen nur eingeschränkt praktiziert.

Sie sollten mit dem für Sie zuständigen Reproduktionsmediziner diskutieren, ob die Anwendung dieser Methode für Sie überhaupt in Frage kommt und vor allem, ob dies in Ihrem individuellen Fall tatsächlich einen Vorteil bedeutet. Erst dann kann man entscheiden, ob ein Blastozystentransfer für Sie durchgeführt werden sollte. 

Unsere Standorte