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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen der Brust

Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen der Brust können in ganz unterschiedlicher Form auftreten. Zu den häufigen Veränderungen gehört die Anlage zusätzlicher Brustwarzen, die sich außerhalb der Brust im Bereich der vorderen oder seitlichen Bauchwand befinden können. Meist tritt dies einseitig auf und hat keinen Krankheitswert, sondern stellt allenfalls ein kosmetisches Problem dar. Auffallender sind hingegen ausgeprägte Unterschiede in der Größe der Brustdrüse. Im Medizinerjargon bezeichnet man dies als „Anisomastie“. Liegt ein ausgeprägter Größenunterschied der Brüste vor, so muss überlegt werden, ob operative Maßnahmen zur Angleichung der Brüste zum Einsatz kommen. Dies sollte von erfahrenen Frauenärzten bzw. plastischen Chirurgen vorgenommen werden, um im Nachhinein sowohl kosmetisch als auch funktionell ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Für junge Frauen stellen in der Sprechstunde insbesondere zwei Störungen der Brustentwicklung ein Problem dar:

  • die Makromastie
  • sowie die Mirkomastie

Unter  Makromastie versteht man eine übermäßig vergrößerte Brust. Dies kann einseitig oder beidseitig auftreten und sogar zu massiven körperlichen Beschwerden (Rückenbeschwerden, Haltungsstörungen, etc.) führen. Neben diesen körperlichen Symptomen treten häufig psychische Beeinträchtigungen auf. Auch in diesen Fällen muss überlegt werden, ob eine operative Verkleinerung der Brustdrüse vorgenommen werden soll, um damit körperliches und psychisches Wohlbefinden wieder herzustellen.

Unter Mikromastie versteht man eine unzureichende Brustentwicklung. Oftmals stellen sich junge Mädchen mit der Frage nach einer Hormontherapie bei vermeintlich kleiner Brust in der Sprechstunde vor. Dann gilt es zunächst abzuklären, ob tatsächlich ein Krankheitsbild im eigentlichen Sinne vorliegt, d.h. ob die Brustdrüse dauerhaft zu klein angelegt ist oder ob lediglich eine zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht voll entwickelte Brustdrüse vorliegt. Je nach Stadium der Pubertätsentwicklung kann die Brustentwicklung hinter der allgemeinen körperlichen Reife zurückbleiben oder es kann auch vorübergehend zu einem Stillstand des Brustwachstums kommen, selbst wenn die Pubertätsentwicklung in anderen Körperbereichen regelrecht voranschreitet.

Tritt das Brustwachstum im Rahmen einer allgemeinen verzögerten Pubertät auf, so kann der jungen Frau durch eine geeignete Hormontherapie geholfen werden. Es muss dann überlegt werden, welche Form der Hormongabe im Einzelfall angemessen ist. Es muss insbesondere darauf geachtet werden, eine altersentsprechend angepasste Hormontherapie zu wählen, um auf der einen Seite das Brustwachstum zu unterstützen auf der anderen Seite die übrigen Schritte der Pubertätsentwicklung nicht zu stören. Hierzu beraten wir junge Frauen individuell in unserer Sprechstunde für Kinder- und Jugendgynäkologie.

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