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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Kleinwuchs

Liegt die Körpergröße unterhalb des altersentsprechenden Normbereichs, liegt ein Kleinwuchs vor. Die untere Normgrenze stellt die 3. Perzentile der Perzentilkurven dar. Ursache kann eine Normvariante des Wachstums sein oder es liegt eine primäre oder sekundär erworbene pathologische Störung vor.

Zu den Normvarianten gehören der familiäre Kleinwuchs und die konstitutionelle Entwicklungsverzögerung. Bei den primären pathologischen Störungen handelt es sich um Knochenfehlbildungen und Knochenstoffwechselstörungen, um chromosomale Veränderungen (z.B. Ullrich-Turner-Syndrom, Noonan-Syndrom und Prader-Willi-Syndrom) (siehe bei „genetischem Kleinwuchs“) und um das verminderte intrauterine Wachstum. Ein Kleinwuchs kann sekundär erworben werden durch eine Mangel- oder Fehlernährung, chronische schwere Organerkrankungen und durch hormonelle Störungen.

Zur diagnostischen Abklärung des Kleinwuchses benötigt man die Körperhöhe der Eltern (zur Berechnung der genetischen Zielgröße) und den Pubertätsverlauf vom Patienten, zusätzlich zur Körperhöhe die Wachstumsgeschwindigkeit der letzten (6 -)12 Monate, die Geburtsdaten, die Körperproportionen, das Knochenalter und die Laboruntersuchungen zum Nachweis von Organerkrankungen und hormonellen Störungen. Gegebenenfalls ist auch eine Chromosomenanalyse (s.o.) erforderlich.

Bei nicht-hormonellen Organerkrankungen bessert sich das Wachstum mit der Therapie der Grundkrankheit. Liegt eine hormonelle Störung vor, muss sie mit entsprechenden Hormonen behandelt werden. Bei einigen wenigen Kleinwuchsformen werden erfolgreich Wachstumshormon eingesetzt.

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