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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Vorzeitige Pubertät (Pubertas praecox)

Als vorzeitige Pubertät bezeichnet man das Auftreten erster Pubertätszeichen beim Mädchen vor dem 8. Geburtstag und bei Jungen vor dem 9. Geburtstag.

Bei Mädchen ist die Brustentwicklung und/oder die Schambehaarung das erste Pubertätszeichen. Beim Jungen ist dies eine Entwicklung des Hodensacks, eine Penisgrößenzunahme und eine Zunahme der Hodenvolumina auf mindestens 3 ml. Tritt isoliert nur eine vorzeitige Axillarbehaarung oder Schambehaarung auf, so handelt es sich um eine Teilentwicklung. Andere zusätzliche Zeichen einer Pubertät wie Akne, fettige Haare und pubertärer Schweißgeruch können ebenfalls vorhanden sein.

Die Diagnostik zielt zunächst auf die Feststellung eines tatsächlichen Pubertätsbeginns und danach auf die Auffindung der Ursache. Man unterscheidet die vorzeitige Pubertät auf dem üblichen hormonellen Weg der Pubertätsentwicklung, d.h. zentral vom Gehirn aus gesteuert (zentrale Pubertas praecox), und die vorzeitige Pubertät aus anderer Ursache, wie z.B. durch einen hormonproduzierenden Tumor (periphere Pubertas praecox). Auch bei der zentralen Pubertas praecox muss eine organische Ursachen gesucht werden (MRT des Hirns).

Die Therapie richtet sich nach der Form bzw. Ursache der vorzeitigen Pubertät. Bei der zentralen Pubertas praecox sind GnRH-Agonisten die beste Therapie. Die Medikamente sind sehr gut wirksam und werden als Monatsspritze unter die Haut verabreicht. Bei der peripheren Pubertas praecox muss die Ursache behandelt werden.

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