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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Verspätete Pubertät (Pubertas tarda)

Als verspätete Pubertät bezeichnet man das Auftreten erster Pubertätszeichen beim Mädchen nach dem 13. Geburtstag und bei Jungen nach dem 14. Geburtstag.

Bei Mädchen sollte die Brustentwicklung als erstes echtes Pubertätszeichen vor dem 13. Geburtstag beginnen. Ferner gibt es bei Mädchen auch eine verspätete erste Regelblutung, wenn diese bis zum 15. Geburtstag nicht eingesetzt hat.

Bei Jungen sollte die Entwicklung des Hodensacks, eine Penisgrößenzunahme und eine Zunahme der Hodenvolumina auf mindestens 3 ml vor dem 14. Geburtstag erfolgt sein.

Die Diagnostik zielt zunächst auf die Feststellung eines ausgebliebenen Pubertätsbeginns und danach auf die Auffindung der Ursache. Die häufigste Ursache für eine verspätete Pubertät ist die (konstitutionelle) Entwicklungsverzögerung (Spätentwicklung), die als Normvariante anzusehen ist. Bevor man diese Diagnose stellt, müssen aber andere Ursachen ausgeschlossen werden. Dies sind chromosomale Störungen, hormonelle Mangelzustände, Rezeptorstörungen und chronische Erkrankungen. Daher ist immer eine umfangreiche Diagnostik notwendig, um krankhafte Ursachen auszuschließen oder auch nachzuweisen. Im letzteren Fall kann dann die nachgewiesene Krankheit behandelt werden.

 Bei Hormonmangelkrankheiten, die eine eigene Pubertätsentwicklung nicht erlauben, können geschlechtsangepasste Hormonbehandlungen erfolgen und eine normale Pubertät ermöglichen. In späterem Alter kann dann auch eine Fruchtbarkeit mit Hormongaben erreicht werden. Dies gilt für beide Geschlechter.

Auch bei der Entwicklungsverzögerung ist eine Behandlung zum Anstoßen der eigenen Pubertätsentwicklung möglich. Diese Behandlung erfolgt mit weiblichem oder männlichem Hormon über eine begrenzte Zeit von meistens 3 Monaten. Danach sollte dann die eigene hormonelle Regulation eine Pubertät ermöglichen.

 

 

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