Praxis - Diagnostik - Wissenschaft. Gemeinsam bewirken wir mehr.

endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Schilddrüsenerkrankungen

Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes rechts und links der Luftröhre. Diese Drüse steuert das Wachstum und den Energiehaushalt. Sie produziert Hormone, die für die normale körperliche und geistige Entwicklung von Kindern wichtig sind.

Bei der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) werden zu wenige Schilddrüsenhormone produziert. Bei der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) werden zu viele Schilddrüsenhormone produziert. Eine Störung der Schilddrüsenfunktion kann angeboren oder erworben sein. Bei den erworbenen Erkrankungen spielen durch Jodmangel bedingte Erkrankungen und autoimmune Erkrankungen der Schilddrüse die Hauptrolle.

Als weitere Erkrankungen kennen wir Veränderungen in der Struktur des Organs. Da die Schilddrüse am Hals leicht zugänglich ist, können wir diese Veränderungen mit Ultraschall sehr gut darstellen. Man kann mit Ultraschall die Größe der Schilddrüse eindeutig vermessen und im Schilddrüsengewebe zystische und knotige Veränderungen der Gewebestruktur erkennen. Diese Auffälligkeiten (Schilddrüsenknoten/-zysten) müssen dann eventuell mit anderen Untersuchungen (Hormonbestimmungen, Feinnadelpunktion, Szintigraphie, Operation) weiter abgeklärt werden oder werden oft im Kindesalter auch nur im Verlauf mit regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen beobachtet.

Zur Funktionsdiagnostik werden die Schilddrüsenhormone im Blut bestimmt. Es gibt zwei Formen: Das Trijodthyronin (fT3) und das Tetrajodthyronin (fT4).  Zur Abklärung der Schilddrüsenfunktion werden meistens die frei wirkenden Anteile der Hormone bestimmt als fT3 und fT4 abgekürzt. Im Gehirn wird der wirksame Anteil der Schilddrüsenhormone gemessen. Liegt zu wenig vor, wird das thyreoideastimulierende Hormon (TSH) als Botenstoff aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) an die Schilddrüse geschickt, um sie anzuregen, mehr Schilddrüsenhormone zu bilden und frei zu setzen.

Aus den direkten Hormonwerten und dem Verhältnis von Tf3 zu Tf4 und zum TSH können wir die Störungen der Schilddrüsenfunktion erkennen und einteilen. 

Will man die Schilddrüsenfunktion im Kindes- und Jugendalter richtig beurteilen, muss man unbedingt altersentsprechende Referenzwerte für Tf3, Tf4, TSH und die Schilddrüsengröße  berücksichtigen, da diese von den Werten bei Erwachsenen erheblich abweichen können.

Unsere Standorte