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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Vitamin D-Mangel

Die ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Knochenentwicklung des Kindes. Vitamin D – eigentlich ein Hormon – wird unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut hergestellt. Auch eine genügende Zufuhr über die Nahrung ist wichtig, um einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel im Blut sicher zu stellen. Fehlendes Sonnenlicht und eine mangelnde Zufuhr an Vitamin D führen zur Vitamin D-Mangelsituation.

Neuere Untersuchungen weisen auf eine Unterversorgung mit Vitamin D bei etwa der Hälfte aller deutschen Kinder und Jugendlichen hin. Es ist durchaus möglich, dass das veränderte Freizeitverhalten von Kindern (zu wenig Aufenthalt im Freien) zur Mangelversorgung führt. Auch die Zufuhr von Vitamin D über die Ernährung (durchschnittlich 60 Einheiten) bleibt bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland deutlich hinter den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zurück, die eine tägliche Zufuhr von 200 Einheiten Vitamin D über die Nahrung empfiehlt.

Ein ausgeprägter Vitamin D-Mangel kann zur Erkrankung des Knochens führen (Rachitis). Es ergeben sich neuerdings auch Hinweise darauf, dass ein chronischer Vitamin D-Mangel die Entstehung von Autoimmunkrankheiten (z.B. Diabetes), Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und Karzinomen begünstigt. Ein bestehender, schwerer Vitamin D-Mangel sollte deshalb frühzeitig aufgedeckt werden, um durch die zusätzliche Gabe von Vitamin D das Auftreten von Folgekrankheiten und insbesondere einer Rachitis zu verhindern.

In bestimmten Risikogruppen tritt der Vitamin D-Mangel besonders häufig auf. Hierzu gehören:

  • Säuglinge, die ausschließlich gestillt werden, aber keine zusätzliche Vitamin D-Zufuhr erhalten
  • Kinder, die streng makrobiotisch oder vegan ernährt werden
  • Kinder und Adoleszenten mit dunklem Hautpigment
  • Kinder und Jugendliche mit einer gestörten Nährstoffaufnahme über den Darm (z.B. Zöliakie, Morbus Crohn)

Kinder, die zu diesen Risikogruppen gehören, sollten gezielt auf das Vorliegen eines Vitamin D-Mangels untersucht werden. Die Kinderärzte am ENDOKRINOLOGIKUM führen diese Untersuchungen durch und beraten Sie gerne über das weitere therapeutische Vorgehen im Falle eines nachgewiesenen Vitamin D-Mangels bei Ihrem Kind.

 

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