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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Osteoporose

Vielen Eltern und sogar einigen Ärzten ist nicht bekannt, dass eine Osteoporose auch im Kindes- und Jugendalter auftreten kann.  Als „Osteoporose im Kindesalter“ wird ein Knochenmangel (Osteopenie) bezeichnet, der über die fehlende Knochenfestigkeit zum Auftreten von Knochenbrüchen führt. Die Architektur des osteoporotischen Knochens ist dabei durch eine zu dünne Knochenwand (Kortikalis) und ein Zuwenig an stabilisierenden Knochenverstrebungen innerhalb des Knochens (Spongiosa) gekennzeichnet. Diese strukturellen Veränderungen machen den Knochen bruchanfällig gegenüber einwirkenden Scherkräften.

Wenn sich Kinder schon bei leichten Unfällen und Stürzen wiederholt die Knochen brechen, dann ist dies als möglicher Hinweis auf eine bestehende Osteoporose zu werten.

Für das Auftreten von Knochenbrüchen beim ungeborenen Kind oder beim jungen Säugling ist häufig eine spezifische Störung der Knochenbildung verantwortlich zu machen, die als Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) bezeichnet wird (sonstige Knochenerkrankungen). Eine Osteoporose kann sich aber auch erst deutlich später entwickeln, durch das Vorliegen einer Erkrankung in einem anderen Organsystem, die in der Folge zur Osteoporose führt. Hierzu gehören beispielsweise Kinder mit spastischen oder schlaffen Lähmungen an Armen und Beinen. Hier kommt es durch den Muskelschwund auch zu einem substanziellen Abbau von Knochensubstanz bis hin zur Osteoporose. Bei diesen Kindern kann bereits eine flüchtige und unachtsame Bewegung zum Auftreten eines Knochenbruchs führen. Chronische Erkrankungen des Darmes (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und rheumatische Erkrankungen im Kindesalter können ebenso zur Osteoporose führen wie die zur Heilung dieser Krankheiten eingesetzten Medikamente.

Die Kinderärzte im ENDOKRINOLOGIKUM können durch den Einsatz einer gezielten Diagnostik das Vorliegen einer Osteopenie oder Osteoporose beim Kind feststellen. Eine wichtige Untersuchung stellt dabei die Knochendichtemessung nach der DXA-Methode dar. Für die korrekte Interpretation der Messergebnisse bei Kindern sind neben dem Alter des Kindes auch die Körpergröße und der Reifegrad der körperlichen Entwicklung (Pubertät) zu berücksichtigen. Inwieweit eine medikamentöse Therapie zur Behandlung der Osteoporose in Frage kommt, wird vom Schweregrad der Erkrankung abhängen und muss deshalb individuell festgelegt werden.

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