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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Cushing-Syndrom

Das klinische Bild des Cushing-Syndroms ist die Folge einer krankhaft gesteigerten Produktion des Nebennierenrindenhormons Cortisol. Bei Kindern und Jugendlichen ist das Cushing-Syndrom sehr selten. Die häufigste Form der Cushing-Erkrankungen ist das zentrale Cushing-Syndrom durch einen gutartigen Tumor in der Hirnanhangsdrüse mit Überproduktion des Hormons ACTH und nachfolgender Überproduktion von Cortisol (Morbus Cushing). Seltenere Ursachen sind die ACTH-Überproduktion in anderen Organen (ektopes Cushing-Syndrom) und Überproduktion von Cortisol in Tumoren der Nebennierenrinde (gutartige Adenome oder bösartige Karzinome).

Die typischen Symptome der Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen sind eine stammbetonte Gewichtszunahme mit Vollmondgesicht, rote Dehnungsstreifen, vermehrte Körperbehaarung vom männlichen Typ (= Hirsutismus), Akne und vor allem auch eine Wachstumsstörung. Ferner wirkt sich das Zuviel an Cortisol negativ auf den weiblichen Zyklus, die Muskelkraft und die Stimmungslage aus (Amenorrhoe, Myopathie, Depression). Die Wirkung des Cortisols kann zu einer Zuckerkrankheit, einem Bluthochdruck und einer Osteoporose führen.

Der Nachweis eines Cushing-Syndroms erfolgt mit der Bestimmung von Cortisol im Dexamethasontest, im 24-Stunden-Urin oder im Tagesprofil im Speichel. Weiterführende Untersuchungen dienen der Klärung, um welche Form des Cushing-Syndroms es sich handelt (hochdosierter Dexamethasontest, CRH-Test, kombinierter Dexamethason-CRH-Test, bildgebende Diagnostik mittels Kernspintomographie).

Die Therapie des Morbus Cushing besteht in der Entfernung des Hirnanhangsdrüsentumors durch eine neurochirurgische Operation. In seltenen Fällen kommt auch eine Bestrahlung der Hirnanhangsdrüse in Frage. Beim ektopen oder beim adrenalen Cushing-Syndrom erfolgt die Therapie durch die operative Entfernung der Tumoren.

Nach der operativen Therapie ist immer eine Ersatzbehandlung mit einem Cortisonpräparat nötig, da der Körper zu wenig Cortisol produzieren kann. Die Dauer der Ersatzbehandlung hängt von der Diagnose, der Dauer des Bestehens des Cushing-Syndroms und von der Art der Operation ab.

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