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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Primärer Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom)

Als primären Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom) bezeichnet man eine Erkrankung der Nebennieren, bei der eine Überproduktion des Hormons Aldosteron vorliegt. Aldosteron wird in der äußersten Schicht (Zona glomerulosa) der Nebennierenrinde gebildet und ist maßgeblich an der Regulation des Wasser- und Salzhaushalts beteiligt. Durch den Effekt auf den Salztransport in der Niere führt es zur Ausscheidung von Kalium und zur Rückresorption von Natrium und Wasser und dadurch zum Bluthochdruck. Das Conn-Syndrom ist im Kindes- und Jugendalter eine sehr seltene Erkrankung.

Der Überschuss an Aldosteron verursacht durch den Bluthochdruck, die Verminderung des Kaliums und die metabolische Alkalose, Kopfschmerzen, Schwindel und Abgeschlagenheit sowie eine Neigung zu Muskelschwäche und Muskelkrämpfen, Empfindungsstörungen, vermehrtes Trinken und eine Wachstumsverlangsamung.

Bei Kindern und Jugendlichen ist die häufigste Ursache eines Conn-Syndroms ein einseitiger Aldosteron-produzierender Tumor der Nebenniere. Bei älteren Kindern kommt auch eine beidseitige Nebennieren-Hyperplasie vor.

Die Diagnostik beginnt mit einer Blutuntersuchung zur Bestimmung der Blutsalze, des pH, des Aldosterons und des Renins. Wegweisend ist ein erhöhter Aldosteron-Renin-Quotient. Es folgt dann ein Bestätigungstest und eine bildgebende Diagnostik mittels Dünnschicht-Computertomographie oder Magnetresonanztomographie. Weitere Untersuchungsmethoden werden bei Bedarf eingesetzt (z. B. seitengetrennte Blutentnahme direkt aus den Nebennierenblutgefäßen).

Die Therapie des Conn-Syndroms besteht in der minimal-invasiven operativen Entfernung des Nebennierenrinden-Adenoms. Bei der beidseitigen Nebennierenhyperplasie wird eine lebenslange medikamentöse Therapie mit dem Aldosteron-Antagonisten Spironolacton durchgeführt (Aufhebung der Aldosteron-Wirkung auf Rezeptorebene). Bei Bedarf muss mit anderen Medikamenten kombiniert behandelt werden.

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