Praxis - Diagnostik - Wissenschaft. Gemeinsam bewirken wir mehr.

endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Wachtumshormonüberschuss

Wachstumshormon-produzierende, immer gutartige Adenome (selten bei Kindern) schütten Wachstumshormon ungebremst in die Blutzirkulation aus. Bei Kindern mit offenen Epiphysenfugen (Wachstumsfugen) verursachen zu hohe Konzentrationen von Wachstumshormon über die Stimulation der Wachstumsfaktoren und über die angeregte Knorpelzellteilung in der Wachstumsfuge einen Hochwuchs (Hypophysärer Riesenwuchs, Gigantismus) und eine diabetische Stoffwechsellage. Das Adenom kann auch Kopfschmerzen und Sehstörungen hervorrufen.

Im oralen Glukose-Suppressionstest lässt sich das Wachstumshormon wegen der autonomen, ungesteuerten Produktion nicht normal unterdrücken. In der Magnetresonanztomographie (MRT) sieht man kleinste Knötchen (Mikroadenome) oder bei längerem Bestehen größere Tumore (Makroadenome), die auf die Sehbahn drücken und eine Gesichtsfeldeinschränkung verursachen können.

Bei ausgewachsenen Patienten mit knöchern verschlossenen Wachstumsfugen kann der Knochen nicht mehr mit Wachstum auf die hohen Wachstumshormonspiegel reagieren. Es kommt an denKnochenenden (Akren) zum krankhaften Knochenanbau (grobe Finger und Füße, grobe Gesichtszüge). Man nennt dieses Krankheitsbild in der Erwachsenenmedizin Akromegalie.

Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen können zu hohe Wachstumshormonspiegel medikamentös über kurze Zeit gesenkt werden. Langfristig werden die Adenome operativ entfernt, entweder durch die Nase oder bei großen Adenomen über die Eröffnung des Schädels.

 

Unsere Standorte