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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Wachstumshormonmangel

Bei Kindern spielt das Wachstumshormon eine entscheidende Rolle für die Körpergrößenentwicklung:

  • wird zu wenig Wachstumshormon gebildet, entsteht ein hypophysärer Kleinwuchs
  • wird zu viel Wachstumshormon etwa durch ein hypophysäres Adenom produziert, bildet sich bei Kindern ein hypophysärer Riesenwuchs (=Gigantismus) aus, bei Erwachsenen entwickelt sich nach Abschluss des Wachstums eine Akromegalie

Das Wachstumshormon ist durch zwei „Zügel“ reguliert: das Freisetzungshormon des Hypothalamus (GHRH) stimuliert die Wachstumshormon-Ausschüttung, das Somatostatin des Hypothalamus hat darauf eine bremsende Funktion.

Das Wachstumshormon nimmt selbst nur in geringem Umfang am Größenwachstum teil, aber es stimuliert die Wachstumsfaktoren durch Anregung der Proteinsynthese in der Leber: beim Menschen spielen die Wachstumsfaktoren IGF-I und IGF-BP3 eine Rolle bei der Zellteilung und beim Zellwachstum des Knorpels in den Epiphysenfugen am Knochen (Wachstumsfugen). Die knorpelige Fuge verbreitert sich, verkalkt am Rand und verlängert damit den Röhrenknochen.

Eine unzureichende Wachstumshormon-Produktion in der Hypophyse muss bei klinischem Verdacht mit ausgesuchten Testverfahren (z.B. Arginintest, Clonidin-Test, Insulinhypoglykämie-Test) bewiesen werden, bevor eine Therapie mit dem sehr teuren Wachstumshormon begonnen werden kann. Für die Therapie wird humanes rekombinant in Coli-Bakterien oder Zellen hergestelltes Wachstumshormon benutzt, das schon über mehr als 25 Jahre eingesetzt wird und sich sehr bewährt hat. Es muss allerdings als großes Eiweißmolekül mit 191 Aminosäuren subkutan täglich in festgelegter Dosierung gespritzt werden. Diese Therapie bedarf einer regelmäßigen klinischen und hormonellen Kontrolle.

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