Praxis - Diagnostik - Wissenschaft. Gemeinsam bewirken wir mehr.

endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Störungen der männlichen Fortpflanzung/Kinderwunsch

Grundlage jeder Erstabklärung der männlichen Subfertilität ist eine ausführliche Anamnese (Paar-Anamnese, Eigen-Anamnese, Familien- und Sexual-Anamnese), eine körperliche Untersuchung inklusive Genitalstatus und eine sonografische Darstellung des Hodeninhaltes (Nebenhoden, Hoden und ggf. Darstellung von Pathologien wie Varicozele, Hydrocele bzw. Spermatocele).

Bei der körperlichen Untersuchung ist das Vorhandensein oder Fehlen des Ductus deferens seitengetrennt zu dokumentieren. Männer mit kongenitaler uni - oder bilateraler Ductus deferens-Aplasie sind sehr häufig heterozygote Träger von angeborenen Zystische Fibrose-Mutationen.

Darüberhinaus gehört die Bestimmung der klinischen Routineparameter (BB, Leberwerte, Kreatin, BZ) sowie der fertilitätsbezogenen Hormonparameter und die Erstellung eines vollständigen diagnostischen Spermiogrammes einschließ lich einer Probeaufbereitung nach den WHO-Kriterien obligat zu jeder Erstabklärung bei männlicher Subfertilität.

Die Teilnahme des andrologischen Labors an einem Qualitätssicherungsprogramm ist obligat (RiliBÄK, QuaDeGA).

Die Eigen-Anamnese umfasst u.a.

  • Hodenhochstand
  •  Trauma
  •  Geschlechtskrankheiten
  •  Epididymitis/Orchitis
  •  Eintritt der Pubertät
  •  Operationen
  •  chronische Erkrankungen
  •  Noxen
    • Nikotin   
    • Lösungsmittel  
    • Adipositas                                     
  • Aktuelle Medikation
  • Anabolika
  • Vita sexualis
  • Karenzzeit (sexuelle Enthaltsamkeit)

 

Das Ergebnis der Ejakulatuntersuchung wird in einem Spermiogramm zusammengefasst:

Normozoospermie: alle Parameter sind im Normbereich

Oligozoospermie: ≤ 15 Mill. Spermien/ml

Asthenozoospermie: ≤ 32 % progressiv motil oder  ≤ 40 % Gesamtmotilität

Teratozoospermie: ≤ 4 % Normalform

Azoospermie: keine Spermien

Parvisemie: Ejakulatvolumen < 1,5 ml

Aspermie: kein Ejakulat

 

Die  Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die Erstellung zweier Spermiogramme. Bei einem pathologischen Spermiogramm ist die Durchführung eines Kontrollspermiogramms 12 Wochen nach Erstbefunderstellung zwingend erforderlich.

 

 

Unsere Standorte