Potenz
Ältere Männer mit einem höheren Testosteronspiegel sind häufig sexuell aktiver als Männer mit niedrigen Hormonwerten. Dennoch lässt sich die männliche Sexualität nicht auf die Konzentration eines einzigen Stoffes reduzieren. In der Frage, was Männer auf diesem Gebiet tun können und wollen, spielt die Psyche eine mindestens ebenso große Rolle wie die rein biologische Funktion. Zum Beispiel wirkt ein zu hoher Erwartungsdruck häufig negativ auf die Selbstsicherheit und damit auch auf die Libido und Potenz.
Manche Männer müssen zunächst lernen, dass sich mit den Jahren auch die Art und Geschwindigkeit ihrer sexuellen Reaktion verändert. Viele bemerken ab 40 die ersten Veränderungen; spätestens ab dem 60. Lebensjahr lässt sich die Abnahme von Libido und Potenz meist nicht mehr ignorieren. Der Männerarzt hilft in solchen Fällen mit einer einfühlsamen Beratung und anerkannten Therapieformen. Am Anfang steht in der Regel eine ärztliche und labormedizinische Untersuchung, um die Ursache der Veränderung zu erkennen. Sind niedrige Hormonspiegel der Auslöser, so kann eine Hormonersatzbehandlung helfen. Darüber hinaus gibt es verschiedene nützliche Verfahren, zum Beispiel eine Behandlung mit einer oralen medikamentösen Therapie (siehe unten), Prostaglandin-Injektionen, die MUSE-Therapie oder der Einsatz der Vakuumpumpe.
Diese Verfahren sollten nur unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden, denn eine Selbstbehandlung birgt oft unkalkulierbare Risiken.