Das Hormontief des Mannes
Die Konzentration vieler männlicher Hormone erreicht im Alter zwischen 20 und 30 Jahren ihr Maximum. Danach fallen die Konzentrationen ab, zwar nicht so plötzlich wie bei der Frau in den Wechseljahren, aber dennoch kontinuierlich über einen langen Zeitraum. Das gilt für das männliche Geschlechtshormon Testosteron ebenso wie für weitere Hormone, zum Beispiel Melatonin, DHEA (Dehydroepiandrosteron), Wachstums- und Schilddrüsenhormone.
Im Alter von über 60 Jahren hat jeder dritte Mann einen relevanten Testosteronmangel. Ihm fehlt also das „Schlüsselhormon zur Männlichkeit" in beträchtlichem Umfang. Die Folgen können vielfältig sein: Knochenschwund (Osteoporose), nachlassende Muskelkraft, Zunahme des Fettgewebes, Haut-Atrophie und Schweißneigung, Blutarmut (Anämie) mit Müdigkeit, sexueller Lustlosigkeit, Potenzstörungen und Depressionen.
Wie bei der Frau in den Wechseljahren ist bei niedrigem Hormonspiegel auch vielen Männern eine Hormonersatztherapie zu empfehlen. Ziel ist es, das Hormontief zu überbrücken und wieder in den „Wohlfühlbereich" zurückzufinden – sowohl bezüglich der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit als auch in der Sexualität.