
Vitamin D
25-Hydroxy-Vitamin D, 25-OH-Cholecalciferol, Calcidiol
[VD25]
Referenzbereich
schwere Hypovitaminosis D (schwerer Vitamin D-Mangel) |
moderate Hypovitaminosis D (moderater Vitamin D-Mangel) |
leichte Hypovitaminosis D (Vitamin D-Insuffizienz |
| ausgeglichener Vitamin D-Haushalt |
Hypervitaminosis D (erhöhter Vitamin D-Spiegel) |
Überdosierungen mit Vitamin D-Spiegeln > 250 nmol/l können schädigend wirken.
Material
- 0,5 ml Serum, vor Licht geschützt
Methodik
- Chemilumineszenzimmunoassay (CLIA)
Physiologie / klinische Bedeutung
Sobald Calciferol in den Blutkreislauf gelangt, wird es zu verschiedenen Metaboliten umgesetzt. Die wichtigste Form ist dabei 25-Hydroxy-Vitamin D. Der erste Schritt des Vitamin D-Stoffwechsels, die 25-Hydroxylierung, erfolgt überwiegend in der Leber. Nur ein geringer Anteil wird beim Menschen in der Niere weiter zu den Dihydroxyvitamin D-Metaboliten verstoffwechselt. Da 25-Hydroxy-Vitamin D in normalen Populationen die prädominante Form der zirkulierenden Vitamin D-Metaboliten darstellt, wird es als der aussagekäftigste Marker für den Vitamin D-Status betrachtet.
Die Bestimmung von 25-Hydroxy-Vitamin D gewinnt zunehmend an Bedeutung im Patienten-Management bei verschiedenen Störungen des Kalziumstoffwechsels, darunter Rachitis, Hypokalzämie der Neugeborenen, Schwangerschaft, ernährungs- oder nierenbedingte Knochendystrophie, Hypoparathyreoiditis und Osteoporose nach den Wechseljahren.
Nach Heparingabe (z. B. unter Dialysetherapie) kann ein Anstieg der Vitamin-D-Konzentration erfolgen. Jahreszeitliche Schwankungen und Konzentrationsveränderungen in Abhängigkeit von Alter und Region sind bekannt. Das Minimum der Vitamin-D-Konzentration liegt im Frühjahr, das Maximum im Herbst.
| Exzessive UV-Lichtexposition |
| Überdosierung mit Vitamin D3 |
| Mangelnde Zufuhr oder Aufnahme von Vitamin D bei z. B. Sonnenlichtmangel, Malabsorption |
| Erhöhter Vitamin-D-Verbrauch (Epileptiker bei chronischer Einnahme von Antikonvulsiva) |
| Primärer Hyperparathyreoidismus |
| Erhöhter Vitamin-D-Verlust (z. B. beim nephrotischen Syndrom) |
Methodische und patientenbezogene Angaben
Die Nüchtern-Blutentnahme wird empfohlen.
Beeinträchtigung der Messergebnisse durch Hämolyse, Lipämie, UV-Lichtexposition und Trübung. Lithium-Heparin-Plasma sollte nicht verwendet werden.
Der Antikörper besitzt Kreuzreaktivität mit vielen dihydroxylierten Vitamin D-Metaboliten: Vitamin D2 1,4 %, Vitamin D3 1,1 %, 25-OH-Vitamin D2 100 %, 25-OH-Vitamin D3 100 %.
Blutentnahme mit Serum-Monovette bzw. Serum-Vacutainer. Nach Abschluss der Gerinnung Serum abpipettieren, in ein steriles Probengefäß überführen und unter Verwendung der braunen Versandhülse (alternativ mit Alufolie umwickeln) ins Labor senden.
Akkreditierung/Fremdleistung
A