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Antidiuretisches Hormon

Vasopressin, Adiuretin
[ADH]

Referenzbereich

  • < 7,80 ng/l

Material

  • 0,5 ml EDTA-Plasma, gefroren und
  • 1 ml Serum

Für die Beurteilung des Befundes ist die gleichzeitige Bestimmung der Serumosmolalität empfehlenswert.

Methodik

  • Radioimmunoassay (RIA)

Physiologie / klinische Bedeutung

Das Antidiuretische Hormon (Synonym Vasopressin) wird im Hypophysenhinterlappen gespeichert. Die basale ADH-Konzentration in der Peripherie liegt häufig unterhalb der Nachweisgrenze. Vasopressin wird nach Ausschluss eines Diabetes mellitus in der Differentialdiagnose der Polyurie bestimmt.

ADH wird auch als Tumormarker eingesetzt. Peptide mit ADH-Wirkung sind ektop bei Bronchialkarzinom, Pankreaskarzinom, NNR-Karzinom, Prostatakarzinom, Corpus-Karzinom und Hodgkin-Lymphom nachweisbar.

Tumoren mit Sekretion von Peptiden mit ADH-Wirkung (besonders beim kleinzelligen Bronchialkarzinom)
Primäre (psychogene) Polydipsie
Renaler Diabetes insipidus
Diabetes insipidus centralis

Methodische und patientenbezogene Angaben

Bei Verdacht auf Diabetes insipidus: 12 Stunden vor Blutentnahme keinen Alkohol, keinen Kaffee, keinen Tee, kein Nikotin. 48 Stunden Medikamentenpause.

Blutentnahme für ADH mit EDTA-Monovette bzw. EDTA-Vacutainer. Die Blutprobe soll innerhalb von 30 Minuten nach Abnahme abzentrifugiert, das Plasma in ein steriles Probengefäß überführt, eingefroren (- 20 °C) und unter Verwendung einer Spezialverpackung, die bei uns angefordert werden kann, versendet werden.

Heparin-Plasma ist ungeeignet und kann nicht zur ADH-Analytik verwendet werden.

Für die Osmolalität im Serum Blutentnahme mit Serum-Monovette bzw. Serum-Vacutainer. Nach Abschluss der Gerinnung Serum abpipettieren, in ein steriles Probengefäß überführen und ins Labor senden.

Umrechnungsfaktor

  • ng/l x 0,93 = pmol/l

Akkreditierung/Fremdleistung

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