
Antidiuretisches Hormon
Vasopressin, Adiuretin
[ADH]
Referenzbereich
Material
- 0,5 ml EDTA-Plasma, gefroren und
- 1 ml Serum
Für die Beurteilung des Befundes ist die gleichzeitige Bestimmung der Serumosmolalität empfehlenswert.
Methodik
Physiologie / klinische Bedeutung
Das Antidiuretische Hormon (Synonym Vasopressin) wird im Hypophysenhinterlappen gespeichert. Die basale ADH-Konzentration in der Peripherie liegt häufig unterhalb der Nachweisgrenze. Vasopressin wird nach Ausschluss eines Diabetes mellitus in der Differentialdiagnose der Polyurie bestimmt.
ADH wird auch als Tumormarker eingesetzt. Peptide mit ADH-Wirkung sind ektop bei Bronchialkarzinom, Pankreaskarzinom, NNR-Karzinom, Prostatakarzinom, Corpus-Karzinom und Hodgkin-Lymphom nachweisbar.
| Tumoren mit Sekretion von Peptiden mit ADH-Wirkung (besonders beim kleinzelligen Bronchialkarzinom) |
| Primäre (psychogene) Polydipsie |
| Renaler Diabetes insipidus |
| Diabetes insipidus centralis |
Methodische und patientenbezogene Angaben
Bei Verdacht auf Diabetes insipidus: 12 Stunden vor Blutentnahme keinen Alkohol, keinen Kaffee, keinen Tee, kein Nikotin. 48 Stunden Medikamentenpause.
Blutentnahme für ADH mit EDTA-Monovette bzw. EDTA-Vacutainer. Die Blutprobe soll innerhalb von 30 Minuten nach Abnahme abzentrifugiert, das Plasma in ein steriles Probengefäß überführt, eingefroren (- 20 °C) und unter Verwendung einer Spezialverpackung, die bei uns angefordert werden kann, versendet werden.
Heparin-Plasma ist ungeeignet und kann nicht zur ADH-Analytik verwendet werden.
Für die Osmolalität im Serum Blutentnahme mit Serum-Monovette bzw. Serum-Vacutainer. Nach Abschluss der Gerinnung Serum abpipettieren, in ein steriles Probengefäß überführen und ins Labor senden.
Umrechnungsfaktor
Akkreditierung/Fremdleistung
W