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Trijodthyronin, freies

Freies Trijodthyronin, fT3
[FT3]

Referenzbereich

Säuglinge < 6 Tage:  1,73 - 6,30 pg/ml 
Säuglinge 6 Tage bis 3 Monate:  1,95 - 6,04 pg/ml 
Kleinkinder 4 bis 12 Monate:  2,15 - 5,83 pg/ml 
Kinder 1 bis 6 Jahre:  2,41 - 5,50 pg/ml 
Kinder 7 bis 11 Jahre:  2,53 - 5,22 pg/ml 
Jugendliche 12 bis 17 Jahre:  2,56 - 5,01 pg/ml 
Erwachsene:  2,00 - 4,40 pg/ml 

Bei fehlender Altersangabe keine Klassifizierung und keine Ausgabe der Referenzbereiche.

Material

  • 0,5 ml Serum

Methodik

  • ElektroChemiLumineszensImmunoAssay (ECLIA)

Physiologie / klinische Bedeutung

Die Konzentration des freien T3 wird durch die Sekretionsleistung der Schilddrüse und die Proteinbindungsverhältnisse sowie durch die Konversionsrate von T4 zu T3 in der Peripherie bestimmt. Nur 0,1 bis 0,3 % des Gesamt-T3 liegen im Serum in der stoffwechselaktiven freien Form (fT3) vor. Das fT3 kann bei veränderter Konversion in der Peripherie stark verändert sein und wird durch Medikamente (Kortikoide, Antiarrhythmika, Beta-Rezeptorblocker) beeinflusst (Niedrig-fT3-Syndrom).

Hyperthyreose
Isolierte T3-Hyperthyreose (5 - 10 %)
Ausgeprägte Hypothyreose

Methodische und patientenbezogene Angaben

Das fT3 ist gemeinsam mit dem fT4 und der basalen TSH-Konzentration sinnvoll zur Bestimmung des Schilddrüsenfunktionszustandes (insbesondere in der Schwangerschaft, da dieser Parameter nicht durch die steigende Konzentration der Bindungsproteine beeinflusst wird).

Bei der Levothyroxingabe im Rahmen der Strumabehandlung oder der Substitution einer latenten oder manifesten Hypothyreose sollte die fT3-Bestimmung zum Ausschluss einer Überdosierung durchgeführt werden.

Weiterhin sollte die fT3-Bestimmung zur Therapiekontrolle nach Thyreostatika und nach Levothyroxingabe (24 Stunden nach letzter Medikation) durchgeführt werden.

Blutentnahme mit Serum-Monovette bzw. Serum-Vacutainer. Nach Abschluss der Gerinnung Serum abpipettieren, in ein steriles Probengefäß überführen und ins Labor senden.

Bei Patienten unter Therapie mit hohen Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag) sollte die Probenentnahme mindestestens 8 Stunden nach der letzten Applikation erfolgen.

In seltenen Einzelfällen können Störungen durch extrem hohe Titer von Antikörpern gegen Streptavidin sowie Ruthenium auftreten. Der fT3-Test enthält Zusätze, die diese Einflüsse minimieren.

Jeder Einfluss, der das Bindeverhalten der Bindeproteine verändern kann, kann auch das Ergebnis des fT3 Tests beeinflussen (z.B. Drogen, NTIs (Non-Thyroid-Illness) oder Patienten, die an FDH (Familial Dysalbuminemic Hyperthyroxinemia) erkrankt sind. Autoantikörper gegen Schilddrüsenhormone können mit dem Test interferieren.

Bei einer Behandlung mit Furosemid in therapeutischer Tagesdosis werden erniedrigte fT3-Werte gefunden.

Umrechnungsfaktor

  • pg/ml x 1,536  = pmol/l
  • pmol/l x 0,651 = pg/ml

Akkreditierung/Fremdleistung

A

Ansatzzeiten

2 /Tag