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Fruktose im Ejakulat


[FRUCE]

Referenzbereich

  • > 1,20 g/l

Material

  • 1 ml Ejakulat, gefroren im NaF-Röhrchen

Methodik

  • Photometrie (PHOT)

Physiologie / klinische Bedeutung

Die Fruktose im Ejakulat wird im Rahmen eines Spermiogramms bestimmt und ist bei einer Dysfunktion der Samenblase oder bei fehlenden Samenblasen deutlich erniedrigt bis nicht nachweisbar.

Die Fruktosekonzentration im Sperma ist ein androgenabhängiger Parameter.

Eine Azoospermie kann nur diagnostiziert werden, wenn eine retrograde Ejakulation oder ein Emissionsverlust ausgeschlossen sind. Durch die endokrinologische Diagnostik kann grob zwischen testikulärer oder posttestikulärer Ursache unterschieden werden. Besteht der Verdacht auf einen Verschluss, hilft die Fruktosebestimmung weiter. Ist Fruktose im Ejakulat nachweisbar, wird ein operatives Vorgehen notwendig. Fehlt die Fruktose gänzlich, muss in jedem Falle ein transrektaler Ultraschall (TRUS) durchgeführt werden, eventuell auch eine Vasographie (Arbeitskreis Andrologie der Deutschen Gesellschaft für Urologie).

Methodische und patientenbezogene Angaben

Die Versendung von Spermaproben sollte zur Stabilisation der Probe gefroren (-20 °C) in einem Natrium-Fluorid-Heparin beschichteten Probengefäß („NaF-Röhrchen“) erfolgen, das ebenso wie der Spezialbehälter für den Gefrierversand bei uns angefordert werden kann.

Umrechnungsfaktor

  • g/l x 10,8333 = µmol/Ejakulat

Akkreditierung/Fremdleistung

N