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Desoxypyridinolin im Urin

Pyridinium-Crosslinks, Gesamt-Crosslinks, Crosslinks
[DPD]

Referenzbereich

Frauen (> 25 Jahre):

3,00 - 7,40 nmol/mmol Kreatinin

Männer (> 25 Jahre):

2,30 - 5,40 nmol/mmol Kreatinin

Material

  • 10 ml des zweiten Morgenurins, vor Licht geschützt

Methodik

  • Chemilumineszenzimmunoassay (CLIA)

Physiologie / klinische Bedeutung

Desoxypyridinolin und Pyridinolin werden bei der Kollagendegradation freigesetzt und über die Niere ausgeschieden. Desoxypyridinolin kommt ausschließlich im Knochen vor und ist deshalb ein Marker des Skelettabbaus, während Pyridinolin auch im Knorpel, in Sehnenbändern und Gefäßen nachgewiesen werden kann. Eine erhöhte Desoxypyridinolinausscheidung findet sich bei Kindern und Heranwachsenden sowie bei gesunden Frauen in der frühen Postmenopause.

Unbehandelte postmenopausale Osteoporose
Primärer Hyperparathyreoidismus
Hyperthyreose
Glucocorticoid-Therapie
Morbus Paget
Knochenmetastasen

Methodische und patientenbezogene Angaben

Unter Estrogentherapie kommt es zu einer Normalisierung der Desoxypyridinolinausscheidung bei postmenopausalen Frauen mit erhöhter Crosslink-Konzentration im Urin.

Da die Gesamtmenge auf Kreatinin bezogen wird, ist die gleichzeitige Bestimmung von Kreatinin im Urin notwendig. Die Bestimmung von DPD ist gemeinsam mit der Bestimmung von BAP (Skelettphosphatase im Serum) oder Osteocalcin als Marker für den Knochenaufbau sinnvoll. Erhöhte Crosslinks weisen auf eine Osteoporosegefährdung durch vermehrten Knochenabbau hin.

Der Urin ohne Konservierungsmittel wird aus dem Auffanggefäß (50 ml Urinbecher) in ein Aliquot (10 ml Urin-Monovette bzw. Urin-Vacutainer) aufgezogen und muss in einer vor Licht schützenden braunen Versandhülse, die bei uns angefordert werden kann, versendet werden.

Durch den eingesetzten Assay zur Bestimmung des Desoxypyridinolin im Urin als Marker des Knochenabbaus ist die gesonderte Bestimmung von Pyridinolin im Urin nicht mehr erforderlich.

Akkreditierung/Fremdleistung

A

Ansatzzeiten

täglich