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Cortisol im Serum

Kortisol
[CORTB (basal)]

Referenzbereich

7 - 10 Uhr:

62,0 - 194 ng/ml* 

16 - 20 Uhr: 

23,0 - 119 ng/ml* 

*Zirkadiane Rhythmik

Material

  • 0,5 ml Serum

Methodik

  • Elektrochemilumineszensimmunoassay (ECLIA)

Physiologie / klinische Bedeutung

In der Schwangerschaft, unter oralen Kontrazeptiva und bei Estrogentherapie ist die Cortisolkonzentration im Serum durch den Anstieg des Cortisol erhöht.

Cortisol wird durch die ACTH- bzw. CRH-Sekretion kontrolliert und zirkadian ausgeschüttet. Die Konzentration liegt um 16:00 Uhr ca. 50 % und um 20:00 Uhr ca. 70 % niedriger als um 8:00 Uhr. Da diese östrogenabhängige Erhöhung im Wesentlichen gebundenes Cortisol repräsentiert, kommt es nicht zur ausgeprägten klinischen Symptomatik des Cushing-Syndroms. Bei jedem erhöhten Cortisolspiegel muss bei Frauen eruiert werden, ob sie einer Estrogenwirkung ausgesetzt sind / waren (z. B. durch Bestimmung von SHBG).

Endokrin aktive Nebennieren-Adenome, NNR-Karzinome
Morbus Cushing, ektope ACTH-Produktion, Glucocorticoid-Resistenz-Syndrom
NNR-Insuffizienz (Morbus Addison)
Sekundäre NNR-Insuffizienz, Hypophysenunterfunktion, hypothalamische (tertiäre) NNR-Insuffizienz, NNR-Suppression nach Glucocorticoid-Therapie.

Methodische und patientenbezogene Angaben

Blutentnahme mit Serum-Monovette bzw. Serum-Vacutainer. Nach Abschluss der Gerinnung Serum abpipettieren, in ein steriles Probengefäß überführen und ins Labor senden.

Die Blutprobe sollte stressfrei abgenommen werden. Auf ausreichend lange Ruhephase vor der Probennahme ist zu achten.

Bei Patienten unter Therapie mit hohen Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag) sollte die Probenentnahme mindestestens 8 Stunden nach der letzten Applikation erfolgen.

In seltenen Einzelfällen können Störungen durch extrem hohe Titer von Antikörpern gegen Streptavidin sowie Ruthenium auftreten. Der Cortisol-Test enthält Zusätze, die diese Einflüsse minimieren.

In Proben von Patienten, die Prednisolon, Methylprednisolon oder Prednison erhalten, können falsch erhöhte Cortisolkonzentrationen gemessen werden. 11-Desoxycortisol ist während des Metyrapon-Tests erhöht; entsprechend können die Cortisolwerte falsch erhöht sein. Bei Patienten mit 21-Hydroxylasemangel ist 21-Desoxycortisol erhöht, dies kann ebenfalls zu falsch erhöhten Cortisolwerten führen.
Es besteht keine Kreuzreaktion des Assays mit Dexamethason.

Weitere Untersuchungen:
Ermittlung des Cortisoltagesprofils (Blutentnahme ca. 8:00 Uhr und 16:00 Uhr sowie 20:00 Uhr, falls möglich)

Ergänzende Funktionsteste: (siehe Klinische Funktionsteste)

Umrechnungsfaktor

  • ng/ml x 2,7586  = nmol/l
  • nmol/l x 0,3625 = ng/ml

Akkreditierung/Fremdleistung

A

Ansatzzeiten

2 /Tag