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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Brustentwicklung bei Jungen (Gynäkomastie)

Die Ausbildung eines Brustdrüsenkörpers beim männlichen Geschlecht wird als Gynäkomastie bezeichnet. Sie kann eine Normvariante oder Zeichen einer hormonellen oder chromosomalen Störung sein. Sie muss von einer Pseudogynäkomastie, einer reinen Fettansammlung im Brustbereich, unterschieden werden. Häufig liegt auch ein Mischtyp vor.

Eine Gynäkomastie kann ein- oder beidseitig auftreten. Sie kann zu Beschwerden wie z. B. Spannungsgefühl der Brüste und  Berührungsempfindlichkeit führen, aber auch ohne spürbare Symptome verlaufen. Bei Jugendlichen kann sie zu erheblichen seelischen Belastungen führen.

Wichtig ist, sicher zu unterscheiden, ob eine hormonelle Störung die Ursache ist, oder lediglich eine Normvariante vorliegt.

Die Diagnose einer Normvariante darf nur gestellt werden, nachdem krankhafte Ursachen einer Gynäkomastie ausgeschlossen wurden, wie z. B. übermäßige  Produktion weiblicher Hormone, Nieren- und Lebererkrankungen, Medikamentennebenwirkungen, genetische Ursachen.

Eine häufige Normvariante ist die Pubertätsgynäkomastie. Sie tritt bei ca. 60 % aller Jungen in der Pubertät mit einem Häufigkeitsgipfel im Alter von ca. 14 Jahren auf. Sie bildet sich in der Regel spontan innerhalb von 2 bis 3 Jahren zurück. Die Genitalentwicklung verläuft hierbei stets normal. Selten bildet sich eine Pubertätsgynäkomastie nicht spontan zurück und bleibt bis ins Erwachsenenalter bestehen. Nur in seltenen Fällen ist eine medikamentöse Therapie erfolgversprechend. Bei hohem Leidensdruck kann eine operative Entfernung des Brustdrüsenkörpers erwogen werden.

Bei Nachweis einer krankhaften Störung als Ursache für die Gynäkomastie erfolgt eine Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung.

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