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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Glutenunverträglichkeit

Gluten ist als sogenanntes „Klebereiweiß“-Bestandteil von zahlreichen Getreidesorten. Bei einer Glutenunverträglichkeit (auch Zöliakie; glutensensitive Enteropathie), die bei ca. 1 % der deutschen Bevölkerung besteht, kommt es nach dem Essen von glutenhaltigen Speisen zu einer Entzündungsreaktion im Dünndarm, die dazu führt, dass die Dünndarmzotten zerstört werden. Daraus resultiert eine reduzierte Darmoberfläche und damit eine verminderte Kapazität zur Aufnahme von Nährstoffen und Flüssigkeit.

Bei den Betroffenen treten häufig Durchfälle oder voluminöse fetthaltige Stühle auf. Durch die mangelhafte Nährstoffaufnahme kommt es auch oft zu einem Gewichtsverlust oder anderen Mangelerscheinungen (z. B. Blutarmut in Folge des Eisenmangels; Entwicklung von Ödemen im Rahmen der unzureichenden Eiweißaufnahme; Muskel- und Knochenschmerzen durch Vitamin-D-Mangel; Wachstumsstörungen bei Kindern). Die Ausprägung der Symptome ist bei den Betroffenen sehr unterschiedlich.

 

Diagnostik
Bei Verdacht auf eine Glutenunverträglichkeit kann ein Labortest (Serumprobe) zur Bestimmung von bestimmten Antikörpern veranlasst werden. Es handelt  sich dabei um Antikörper gegen Gliadin und gegen die Transglutaminase. Fällt der Test positiv aus, ist die Durchführung einer endoskopischen Untersuchung von Magen und oberem Dünndarm indiziert. Bei dieser werden Gewebeproben aus dem oberen Dünndarm entnommen und mikroskopisch untersucht. Der Nachweis von Entzündungszellen und der Verlust der Zotten im Bereich der Dünndarmschleimhaut beweisen die Diagnose einer Zöliakie.

 

Therapie
Die einzige bisher bekannte Behandlungsmöglichkeit ist eine lebenslange glutenfreie Ernährung. Durch das Vermeiden der Zufuhr von verschiedenen Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und Dinkel mit der Nahrung klingen die entzündlichen Veränderungen der Darmschleimhaut bei den meisten Betroffenen vollständig ab.

Weitere Informationen bei www.dzg-online.de

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