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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Osteoporose

Bei der Osteoporose handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der die Auf- und Abbauprozesse des Skeletts aus dem Gleichgewicht geraten sind. Dadurch verliert der Knochen an Festigkeit und es kommt zu Knochenbrüchen. Jede 3. Frau und jeder 5. Mann sind betroffen. Neben nicht beeinflussbaren Faktoren, wie z. B. höheres Lebensalter, weibliches Geschlecht und das familiäre Vorkommen einer Osteoporose sind beeinflussbare Risikofaktoren wie Ernährung, Rauchen und Alkohol sowie Bewegungsmangel und Untergewicht für das erhöhte Risiko an Knochenbrüchen verantwortlich. Auch anderweitig bestehende Erkrankungen wie z. B. ein Diabetes mellitus oder eine Überfunktion der Schilddrüse bzw. die Einnahme bestimmter Medikamente wie Cortison können das Risiko für Knochenbrüche extrem erhöhen.

Wie wird ein erhöhtes Bruchrisiko ermittelt?
Das individuelle Risiko für einen Knochenbruch ermitteln Ärztinnen/Ärzte anhand von Fragebögen. In einer Art von Risikocheck kann das Risiko für einen Bruch vorhergesagt werden. Nach den DVO-Leitlinien zur Vorbeugung, Diagnostik und Therapie der Osteoporose wird bei einem so errechneten Bruchrisiko von über 20 % eine sogenannte Knochendichtemessung (oder auch DXA-Messung) empfohlen. Mit dieser Röntgen-basierten Untersuchung erfassen Ärztinnen/Ärzte das Ausmaß des Knochenschwunds an Oberschenkelhals und Wirbelsäule, wo die Bruchgefahr besonders groß ist. Alle Befragungen und Untersuchungen bezüglich eines erhöhten Bruchrisikos werden von unseren Ärztinnen/Ärzten und speziell geschulten Mitarbeiterinnen durchgeführt. Falls eine Knochendichtemessung indiziert ist, kann diese bei uns durchgeführt werden. Gleichzeitig werden bestimmte Blutuntersuchungen durchgeführt, um Hinweise für andere Erkrankungen des Knochens zu bekommen. Falls die Knochendichte auffällig ist, werden auch Untersuchungen zur Frage der Ursachen dieser Veränderungen durchgeführt. Hier können in seltenen Fällen verschiedenste Spezialuntersuchungen bis hin zur genetischen Diagnostik bzw. einer Knochenbiopsie sinnvoll sein.


Wie wird eine Behandlung durchgeführt?
Bei einem Bruchrisiko von über 30 % werden wir Sie über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten informieren und mit Ihnen gemeinsam die Entscheidung für die Therapie treffen. Auch Verlaufsuntersuchungen unter der Therapie können über uns durchgeführt werden. Die Behandlung der Osteoporose basiert auf einer Reduktion von Risikofaktoren, ausreichender Versorgung mit Calcium/Vitamin D sowie Bewegung. Falls das Bruchrisiko > 30 % ist, wird eine spezifische Therapie empfohlen. Es stehen verschiedene Medikamentengruppen zur Verfügung, einige Medikamente werden als Tabletten oder Granulat eingenommen, andere werden in die Vene oder unter die Haut gespritzt. Je nach verwendetem Medikament erfolgt die Therapie 1 x täglich bis zu einmal pro Jahr. Welches Medikament das für Sie passende ist, hängt von Ursache und Ausmaß des Bruchrisikos ab, aber auch von bei Ihnen vorliegenden anderen Erkrankungen. Die verschiedenen Therapiemöglichkeiten können das Bruchrisiko auf die Hälfte senken, leider können auch damit nicht alle Brüche verhindert werden. Die Dauer der Therapie wird individuell nach Ihrem Bruchrisiko festgelegt und kann einige Jahre betragen, aber bei sehr hohem Bruchrisiko oder vielen bereits vorhandenen Brüchen auch langfristig notwendig sein.


Wann sollte eine Osteoporosediagnostik erfolgen
Wir raten zur Untersuchung wenn ein Knochenbruch ohne adäquatem Sturz vorliegt, sie häufig stürzen, Sie schlecht beweglich sind, Sie rauchen oder untergewichtig sind, bei Ihren Eltern ein Bruch des Oberschenkels aufgetreten ist und/oder Erkrankungen vorliegen, die zu einer Osteoporose führen können (z. B. rheumatoide Arthritis, Epilepsie, Diabetes mellitus Typ 1, Nebenschilddrüsenerkrankungen, Depression, Magenoperation), oder Sie Medikamente wie eine Antihormontherapie bei Brust- oder Prostatakrebs einnehmen. In der Anlage können Sie einen entsprechenden Fragebogen zur Abklärung des Osteoporose-Risikos herunterladen. Wenn Sie eine der Fragen mit ja beantworten, ist ein Gespräch mit Ihrem Arzt sinnvoll.

 

Einen Fragebogen können Sie beim Dachverband der Osteologie herunterladen. Nutzen Sie dafür den Link www.dv-osteologie.org/patienteninfo

Unsere Standorte

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Osteoporose - Wie kann man vorbeugen?
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