Praxis - Diagnostik - Wissenschaft. Gemeinsam bewirken wir mehr.

endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Prolaktinom

Prolaktinome sind die häufigsten hormonaktiven Hypophysentumore. Sie zeichnen sich durch eine erhöhte Prolaktinsekretion aus. Extrem selten treten Prolaktinome ektop auf.

Die klinischen Frühsymptome sind bei prämenopausalen Frauen Regeltempostörungen bis zum Ausbleiben der Menstruation. Sowohl bei postmenopausalen Frauen als auch bei Männern, werden die Tumoren aufgrund fehlender Frühsymptomatik häufig erst später entdeckt, wenn sie durch ihre Größe zu lokalen Komplikationen führen. Diese beinhalten Sehstörungen durch Verdrängung des Chiasma opticum und Symptome, die durch die Verdrängung der normalen Hypophysenfunktion entstehen.

Eine Galaktorrhoe wird bei Frauen als klinisches Symptom häufiger beobachtet, tritt dahingegen bei Männern, auch bei großen Tumoren, eher selten auf. Sowohl Libidoverlust und verringerte Spermienzahl sowie unerfüllter Kinderwunsch sollten zum Ausschluss einer Hyperprolaktinämie indizieren.

Die Therapie der Wahl des Prolaktinoms ist die medikamentöse Behandlung mit einem Dopaminagonisten (Cabergolin, Bromocriptin, Quinagolid). Unter Therapie mit einem Dopaminagonisten wird häufig eine Größenregredienz des Tumors beobachtet. Selten zeigt sich eine Therapieresistenz. Bei Therapieresistenz, Unverträglichkeit der Medikation oder unzureichender Regredienz von Gesichtsfelddefekten als auch plötzlich auftretenden Hirndruckzeichen kann eine Operation des Prolaktinoms erforderlich werden.

Für sehr komplizierte Verläufe mit erheblicher Therapieresistenz und wiederholten Tumorrezidiven steht die Möglichkeit einer Therapie mit Temozolamid zur Verfügung. In diesen Fällen kann auch eine Bestrahlung durchgeführt werden.

Regelmäßige endokrinologische und MRT-Kontrolluntersuchungen sind erforderlich.

 

 

Unsere Standorte

Prolaktinome sind die häufigsten hormonaktiven Hypophysentumore. Sie zeichnen sich durch eine erhöhte Prolaktinsekretion aus. Extrem selten treten Prolaktinome ektop auf.