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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Hypophyseninsuffizienz

Die Hypophyseninsuffizienz beschreibt einen partiellen oder vollständigen Ausfall der Funktion der Hypophyse. Die Hypophyse ist ein endokrin sehr aktives Organ, das eine zentrale Rolle im Hormonkreislauf spielt. Der Ausfall der Hypophysenfunktion hat gravierende Folgen für das Wohlbefinden des Patienten. Bei unzureichender oder fehlender Therapie ist von einer gesteigerten Morbidität und Mortalität auszugehen.

Die Ursachen der Hypophyseninsuffizienz sind vielfältig, im Vordergrund stehen die Komplikationen bei Hypophysentumoren und Tumoren der Sellaregion und deren operative bzw. radiologische Behandlung. Sowohl ein schweres Schädel-Hirn-Trauma als auch eine Subarachnoidalblutung können zu einer Hypophyseninsuffizienz führen. Seltener treten Entzündungen oder eine Apoplexia pituitary als Ursache einer Hypophyseninsuffizienz in Erscheinung. Partialfunktionen der Hypophyse können auch genetisch bedingt gestört sein.

Die Vielzahl sezernierter Hormone der Hypophyse prägt auch die klinische Symptomatik, sollte die Hypophysenfunktion ausfallen. In Abhängigkeit von den Hormonfunktionen der Hypophyse, die ausgefallen sind, zeigt die klinische Symptomatik Wachstumsstörungen, verzögerte oder ausbleibende Pubertät, Menstruationsstörungen, Testosteronmangel, Schilddrüsenunterfunktion und Nebenniereninsuffizienz. Ein Ausfall der Funktion des Hypophysenhinterlappens führt zu einem Diabetes insipidus.

Neben der klinischen Untersuchung besteht die Möglichkeit, die Hormonspiegel im Blut zu messen und mit Hilfe endokrinologischer Funktionsteste die einzelnen Hormonkreisläufe zu beurteilen.

Die Therapie der Hypophyseninsuffizienz umfaßt die Substitution der nicht gebildeten Hormone des Körpers. Mit Ausnahme der Gonadotropine, die bei Kinderwunsch ersetzt werden, werden alle anderen Hormone der Hypophyse nur über die fehlenden Endhormone substituiert. Das bedeutet, dass eine Substitution mit Testosteron, Östrogen, Gestagen, Somatropin, Thyroxin, Cortison und Desmopressin entsprechend der vorliegenden Hormonausfälle erfolgt. Bei vorliegenden Tumoren kann die Indikation zur Operation bestehen.

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