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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Akromegalie

Eine chronisch gesteigerte Sekretion von Wachstumshormon führt vor dem Wachstumsabschluss zum Gigantismus und bei Erwachsenen zur Akromegalie. Ursache dieser seltenen endokrinologischen Erkrankung ist in 99% der Fälle ein somatotropes Hypophysenadenom.

Die Größenzunahme der distalen Körperpartien mit Engerwerden von Ringen, Schuhen und Handschuhen sind die typischen physiognomischen Veränderungen. Weitere Symptome sind unmotivierte Schweißneigung, Parästhesien der Extremitäten, vergrößerte Zunge oder eine auffällige Häufung von Hautfibromen. Die allmählich einsetzenden Veränderungen werden oft auf das Altern oder schwere körperliche Arbeit zurückgeführt. Oft ist der Vergleich mit alten Fotografien hilfreich, da so die grobschlächtige Veränderung des Gesichts mit vorspringenden Supraorbitalwülsten, tiefen Naso-Labialfalten, unförmiger Nase, vorragendem Kinn und breiten wulstigen Lippen zu erkennen sind. Bestehen zusätzlich noch ein Diabetes mellitus, ein Hypertonus oder Knochenbeschwerden, muss an eine Akromegalie gedacht werden. Häufig werden Einzelsymptome behandelt, ohne die Gesamtsituation richtig zu deuten. Im Mittel wird die Diagnose der Akromegalie immer noch bis zu zehn Jahre nach den ersten Symptomen gestellt. Dies bedeutet beschwerdevolle Jahre mit eingeschränkter Gesundheit und verminderten Genesungschancen. Unbehandelt vermindert sich die Lebenserwartung um zehn Jahre.

Als Screening-Parameter eignet sich der Wachstumshormonmediator IGF-I (Insulin-like Growth Factor I). Eine einmalige Wachstumshormonbestimmung hat diagnostisch keinen Wert. Grundsätzlich sollte bei Verdacht auf Akromegalie die Überweisung zum Endokrinologen erfolgen.

Mit Beseitigung des Hormonexzesses normalisieren sich Mortalität und Morbidität. Therapie der ersten Wahl ist die transsphenoidale Operation. Bei Inoperabilität oder bei erfolgloser Operation ist eine medikamentöse Therapie (Dopaminagonist, Somatostatin-Analoga oder Wachstumshormonantagonist) notwendig; ggf. auch eine Strahlentherapie.

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Studienhinweis

Zu diesem Schwerpunkt läuft eine Studie

Ihr Ansprechpartner
Dr. med. Henrik Biering, Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie, Diabetolgie am ENDOKRINOLOGIKUM Berlin.

Telefon 030-209 156 - 22 90