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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Hypertonie

Der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) ist eine chronische Erkrankung, die in westlichen Industrienationen mit einer Häufigkeit von ca. 25% in der Gesamtbevölkerung gefunden werden kann. Zwischen dem Bestehen eines Bluthochdrucks und der Rate kardiovaskulärer Folgeerkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall besteht ein klarer Zusammenhang. Trotzdem sind etwa zwei Drittel der Patienten mit arteriellem Hypertonus nicht oder nicht hinreichend behandelt. Wenn trotz medikamentöser Therapie mit mindestens drei Blutdruckmedikamenten einschließlich eines Diuretikums der Blutdruck nicht unter 140/90 mmHg gesenkt werden kann, spricht man von einer therapieresistenten Hypertonie.

Die Ursachen für eine nicht ausreichende Blutdruckkontrolle sind vielfältig und reichen von einer nicht ausreichenden medikamentösen Therapie oder unregelmäßigen Medikamenteneinnahme bis zu einer unerkannten sekundären Hypertonie. Neben Erkrankungen der Niere kann eine sekundäre Hypertonie durch hormonelle Störungen bedingt sein. Als wichtigste Ursachen der endokrinen Hypertonieformen gelten hierbei der primäre Hyperaldosteronismus, der Hypercortisolismus und das Phäochromozytom.

Beschwerden
Das Beschwerdebild der Patienten mit sekundärer Hypertonie kann einerseits durch die kardiovaskulären Folgeerkrankungen bestimmt sein, zum anderen durch die hormonelle Überproduktion (siehe Cushing-Syndrom, Phäochromozytom und primärer Hyperaldosteronismus.

Häufigkeit
Die Häufigkeit des Phäochromozytoms unter allen Patienten mit Bluthochdruck liegt bei etwa 0,2-0,4%. Auch das Cushing-Syndrom findet sich bei ca. 0,3% der hypertensiven Patienten als Ursache einer sekundären Hypertonie. Die Prävalenz des Conn-Syndroms mit Hypokaliämie liegt in der Größenordnung von 0,1-1,0% aller Hypertoniepatienten, die des normokaliämischen Conn-Syndroms hingegen bei ca. 8-12% und stellt damit die häufigste Form des sekundären Hypertonus dar. Zusammengenommen sind damit etwa 12% aller Hypertonieformen durch Erkrankungen der Nebenniere bedingt.

Diagnostik
Das insgesamt seltene Auftreten des Cushing-Syndroms und des Phäochromozytoms rechtfertigen kein allgemeines Screening von Hypertoniepatienten auf das Vorliegen dieser Erkrankung. Auch wird keine weitergehende Diagnostik zum Ausschluss eines primären Hyperaldosteronismus bei einem Patienten mit einfach zu behandeltem Bluthochdruck empfohlen. Umgekehrt ist eine frühe Diagnosestellung eines hormonell bedingten Bluthochdruck für die betroffenen Patienten zur Verhinderung von Folgeerkrankungen von großer Bedeutung. Besonderer Augenmerk ist auf Patienten zu richten, bei denen im Rahmen einer weitergehenden Diagnostik in der Bildgebung eine Raumforderung der Nebenniere aufgefallen ist. Diese auch als Inzidentalome der Nebenniere bezeichneten Tumore können Ausgangspunkt einer autonomen Hormonsekretion sein und damit zu einem Bluthochdruck beitragen.

Therapie
Die Therapie richtet sich nach der Grunderkrankung: Mit Ausnahme der bilateralen Nebennierenhyperplasie beim primären Hyperaldosteronismus wird bei den drei genannten Krankheitsbildern aber in aller Regel eine operative Therapie angestrebt.

 

Hilfreiche Internetadressen

Deutsches Conn-Register
www.conn-register.de

Netzwerk Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen
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