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endokrinologikum - Ein Unternehmen der amedes-Gruppe

Das endokrinologikum ist ein Verbund medizinischer Versorgungs-
zentren (MVZ), der sich in der Endokrinologie, d.h. den Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, engagiert. Als weiterer Schwerpunkt wird vor allem die Rheumatologie entwickelt. Im endokrinologikum ... mehr

Hyperhidrose

Die Hyperhidrose beschreibt das sehr häufig auftretende Symptom einer als übermäßig und ungewöhnlich empfundenen, auch anfallsartig auftretenden Schweißsekretion mit Krankheitswert und ist abzugrenzen von einer vermehrten Schweißsekretion ohne Krankheitswert.

Sinnvollerweise wird die Hyperhidrose mit auch nächtlich erhöhter Schweißneigung unterschieden vom echten Nachtschweiß, der mehrfache Kleidungswechsel erforderlich macht.

Ferner erfolgt die Trennung zwischen einer generalisierten Hyperhidrose und einer fokalen Hyperhidrose (meist Achsel, Hände, Füße) in Hinsicht auf die Klärung der Ätiologie.

Die medizinische Herausforderung ist die Diagnosestellung -  in erster Linie mit einer ausführlichen Anamnese zur Abgrenzung einer sogenannten idiopathischen oder primären Hyperhidrose von der sekundären Hyperhidrose, die in Folge einer Grunderkrankung auftritt.

Die differentialdiagnostische Klärung erfolgt durch einen klinisch erfahrenen Arzt und zieht die zahlreichen neurologischen (u.a. chronischer Alkoholismus), neoplastischen (u.a. Hodgkin Erkrankung), metabolischen und hormonellen (Thyreotoxikose, Diabetes, Hypoglykämie, Gicht, Phäochromozytom, Menopause) sowie infektiologisch-immunologischen Ursachen in Betracht. Mit einer sorgfältigen Medikamentenanamnese können unerwünschte Arzneimittelreaktionen als Ursache der Hyperhidrose identifiziert werden.

Die Therapie der Hyperhidrose orientiert sich an der Ursache, vorranging der Behandlung einer zugrunde liegenden Erkrankung. Zur Behandlung der idiopathischen Hyperhidrose stehen unterschiedliche pharmakologische Prinzipien zur Verfügung, die äußerliche Anwendung von Antiperspirantien sowie die systemische Therapie mit Salbeiextrakt, anticholinergen Substanzen, beta-Blockern, alpha-Agonisten oder auch Benzodiazepinen.

Zudem stehen insbesondere für die fokale Hyperhidrose dermatologische Therapien der chemischen Denervierung sowie die chirurgische Entfernung der Schweißdrüsen sowie die Iontophorese zur Verfügung.

 

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